Rezension Thomas Nehlert: "Turbo May – Rennfahrer, Ingenieur, Forscher", Autor Peter Schroeder, Fotos Werner Eisele, View Verlag Bonn, 2017

Wer den Begriff "Turbo-May" hört, denkt wahrscheinlich zuerst an die durch Turboaufladung leistungsgesteigerten Ford Capri. Aber der Name Michael May steht tatsächlich für erheblich mehr als nur für bärenstarke Editionen des sportlichen Coupés der Ford-Werke aus den 1970er Jahren. Michael May entstammt einer Schweizer Familie und wurde 1934 geboren. Sein späteres technisches Wirken erfasste alle Bereiche des Automobilbaus – Fahrwerk, Motoren, Aerodynamik. Er war für viele namhafte Unternehmen tätig, blieb aber mental stets ein unabhängiger Geist. Zudem betätigte er sich lange Zeit und nicht erfolglos als Rennfahrer in den unterschiedlichsten Motorsportklassen. Nach dem Ende seiner Laufbahn als Ingenieur und Techniker engagiert sich der mittlerweile 83jährige May in der Krebsforschung. 

In diesem Aufgabenbereich findet sich auch die deutlichste Schnittmenge mit dem früheren Beruf seines Biografen, Prof. Dr. Peter Schroeder, der bis 2015 als Chirurg praktiziert hatte. Peter Schroeder – bekannt durch seine Biografien über Jochen Mass und den Rennwagenbauer Francis McNamara sowie einen Band über das Wallberg-Rennen – hat in zahlreichen langen Gesprächen mit Michael May so viel interessante Details und Hintergründe aus dem Leben des Schweizer Ingenieurs herausgefunden, dass es kein Problem war, die 200 Seiten des vorliegenden Buchs zu füllen. Angestoßen wurde das Projekt von dem renommierten Motorsport-Fotografen Werner Eisele, den eine langjährige Freundschaft mit May verbindet und der sein Archiv für die wirklich gelungene Illustration des Bandes öffnete. 

In 26 Kapiteln wird die Lebensgeschichte Michael Mays abwechslungsreich und spannend dokumentiert. Seine Kindheit und Jugend, seine nicht ganz einfachen beruflichen Anfänge, seine Laufbahn als Rennfahrer erfahren ebenso eine detailreiche Darstellung wie seine unglaubliche schöpferische Kraft als Ingenieur für Ford, BMW, Opel, Alfa Romeo, Porsche und Ferrari, um nur die bekanntesten Fabrikate zu erwähnen, die von seiner technischen Genialität profitierten. Für mich persönlich stellen sich die Kapitel über seine wechselvollen Erfahrungen bei Porsche und seine Mitwirkung an den Formel 1-Rennwagen von Ferrari in den 1960er Jahren als besonders interessant dar. Schließlich gipfelte seine Arbeit bei dem italienischen Rennstall im Gewinn der Weltmeisterschaft 1964 durch John Surtees, der sich in einem kurzen Texteinschub ebenso wie Hans Mezger von Porsche zu den großartigen Leistungen Mays äußert. Natürlich geht der Autor auch ausführlich auf Mays eigenes Unternehmen, die Turbo May GmbH, ein. Mit diesem Geschäft war der Schweizer zugleich einer der kleinsten Automobilfabrikanten der Welt. Und schließlich werden auch der von May entwickelte „Fireball Motor“ und seine Pionierarbeit an modernen Zündanlagen gewürdigt. Den inhaltlichen Abschluss des Buchs bildet eine knappe Darstellung seines Einsatzes in der Krebsforschung. 

Der Band ist erkennbar mit profunder Kenntnis, großer Begeisterung und nach langjähriger und intensiver Recherche verfasst. Die Reproduktion der rund 240 Fotografien ist gut, wobei man berücksichtigen muss, dass die Fotos zu einem Großteil aus einer Zeit stammen, in der die technischen Möglichkeiten bei vergrößerter Wiedergabe bei weitem noch nicht so weit waren wie heute. Die teilweise erstmals publizierten Bilder stammen überwiegend aus dem Archiv Werner Eiseles, aber auch von LAT und einigen werksseitigen Sammlungen. 

Noch etwas sei angemerkt: die ersten Exemplare des Buchs waren mit einigen sachlichen Fehlern und textlichen Ungenauigkeiten in den Verkauf gekommen. Der Verlag hat darauf offenkundig schnell reagiert. Nach dem nachhaltigen Lektorat durch Peter Hoffmann, übrigens Autor einer hervorragenden Biografie über den Rennfahrer Peter Lindner, vermag ich bei den aktuellen Exemplaren insoweit keinen Anlass zur Beanstandung mehr zu erkennen. Auch die Qualität des Papiers kann nun überzeugen, und die Reproduktion der Bilder ist nicht mehr durch einen so hohen Schwarzanteil geprägt wie bei den ersten Stückzahlen. 


Turbo May – Rennfahrer, Ingenieur, Forscher

Autor: Prof. Dr. Peter Schroeder 
Verlag: View Verlag, Bonn, 2017 
Format und Umfang: Hardcover, 21 x 30 cm, 200 Seiten, rund 240 Fotografien 
Text: Deutsch 
Preis: € 39,- 
Überall im Buchhandel erhältlich

Rezension Thomas Nehlert: „Jim Clark - The best of the best“, Autor David Tremayne, Evro Publishing 2018

Jim Clark zählt bis heute zu den vier bis fünf größten Rennfahrern in der Geschichte des Automobilsports. Was ihn aber von fast allen anderen in diesem Zusammenhang genannten Piloten unterscheidet, ist sein Charakter. Unfairness im Zweikampf, Ränkespiele und Intrigen innerhalb des Teams waren ihm vollkommen fremd. Er war in jeder Situation ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle. Seine Konkurrenten in den 1960er Jahren waren Graham Hill, Dan Gurney, John Surtees; um seine Nachfolge kämpften ab 1968 Jackie Stewart, Jochen Rindt, Jacky Ickx und Chris Amon. 

Es gibt zahlreiche Bücher über Jim Clark. Hervorhebung verdient seine 1965 auch in deutscher Sprache erschienene Autobiographie „Jim Clark at the Wheel“ - „Als Favorit am Start“ (Moderne Verlags GmbH München). Der namhafte britische Motorsport-Journalist und Buchautor David Tremayne hat nun bei Evro Publishing die wirklich ultimative Biografie über den unvergessenen schottischen Doppel-Weltmeister vorgelegt. Auf 520 Seiten bleibt in 21 chronologisch geordneten Kapiteln sowie einem ausführlichen statistischen Anhang wirklich keine Frage zum Leben und Wirken Clarks unbeantwortet. 

Tremayne schildert ausführlich die Kindheit und Jugend des Rennfahrers auf dem elterlichen Landsitz in Schottland, seine Erfahrungen als naturverbundener Schafzüchter und Landwirt und seine ersten motorsportlichen Aktivitäten auf lokaler und nationaler Ebene. Seine Verbundenheit zur Natur und zu seiner schottischen Heimat hatte Clark auch in Zeiten seiner größten Erfolge nie aufgegeben. Er war ein ruhiger, eher verschlossener Mensch, der sich vom Trubel des Rennzirkus gerne in seine Heimat in den Highlands zurückzog. Der Autor leuchtet die Persönlichkeitsstruktur des Menschen Jim Clark auf beeindruckende und in die Tiefe gehende Weise aus und verdeutlicht, wie sehr sich Clark von seinen damaligen Rennfahrerkollegen und noch mehr vom Naturell heutiger Rennfahrer unterschied. 

Die eigentliche Motorsportkarriere Clarks wird mit akribischer Genauigkeit und großer Liebe zum Detail nachgezeichnet. Keine Autosportklasse, in der der Schotte antrat, kein wesentliches Rennen werden ausgelassen. Dem Leser wird großartig vermittelt, was für ein außerordentliches Multitalent Clark war, er fuhr alles, was vier Räder hat, und er war in allen Kategorien erfolgreich – Tourenwagen, Sportwagen, Prototypen, Formel Junior, Formel 2, Formel 1, Indycars, Nascar und Rallyesport. Auch während der Zeit seiner großen Erfolge in der Formel 1 blieb er anderen Rennklassen treu – eine Vielseitigkeit, die heute ausgeschlossen zu sein scheint. Nach zwei Formel-1-Weltmeisterschaftstiteln und einem Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis war es schließlich diese weite Spreizung seiner Aktivitäten, die ihm im April 1968 bei einem unbedeutenden Formel-2-Rennen in Hockenheim zum Verhängnis wurde. Die Ursache seines tödlichen Unfalls auf dem Hockenheimring konnte nie mit letzter Sicherheit geklärt werden, ein Reifenschaden erscheint als am wahrscheinlichsten. 

Tremayne liefert viel mehr als eine Chronologie dieser atemberaubenden Laufbahn. Er zitiert nicht nur Clark selbst aus Gesprächen der damaligen Zeit, er lässt auch unzählige Rennfahrerkollegen, wie z.B. den vor kurzem verstorbenen Dan Gurney, und andere Zeitzeugen zu Wort kommen. So formt sich nicht nur das Porträt eines der Größten im Rennsport, sondern auch eines einzigartigen charismatischen Menschen. Es muss eine unvergessliche Erfahrung sein, diesen schottischen Rennfahrer selbst erlebt zu haben – auf der Rennstrecke aber auch neben dem motorsportlichen Geschehen. Tremayne wurde bei seinem Buch von der fast vollzähligen Gilde britischer Motorsportjournalisten unterstützt, so dass das Bild, das er von Clark zeichnet, nicht nur äußerst vielschichtig sondern auch in hohem Maße authentisch ist. 

Am Ende des Bandes stellt der Autor in einem Epilog die Frage, was gewesen wäre, wenn Clark nicht 1968 tödlich verunglückt wäre – eine sehr spekulative aber nicht uninteressante Überlegung. Die bereits erwähnte ausführliche Rennstatistik sowie ein hilfreicher Index runden das gewichtige und im attraktiven Layout präsentierte Buch ab. Schon die Titelgestaltung mit dem farbigen Foto eines im Siegerkranz strahlenden Jim Clark vor einem blau leuchtenden Himmel ist in einer Zeit, in der manche Verlage irrig zu meinen glauben, dass besonders triste Schwarzweißfotos auf dem Titel Käufer anlocken, eine wahre Wohltat. 

Die Illustration der Jim-Clark-Biografie ist gewaltig. Rund 450 Fotos, viele im ganzseitigen Format, decken die Rennfahrerlaufbahn und auch das häusliche Leben des Weltmeisters von 1963 und 1965 und 25fachen Grand-Prix-Siegers lückenlos ab. Die Aufnahmen sind hervorragend ausgewählt, von erstklassiger Wiedergabequalität und durch ausführliche Bildunterschriften überaus informativ. Sie stammen sowohl aus mehreren Privatsammlungen als auch aus den großen Motorsport-Archiven wie z. B. Getty, LAT, Revs Institute for Automotive Research, Bill Henderson Collection, Klemantaski Collection, Grand Prix Library und Cahier Archive. Zahlreiche Bilder sind erstmals veröffentlicht, insbesondere die Porträtaufnahmen Clarks ziehen den Betrachter in ihren Bann. 

Es gibt bei genauer Betrachtung nur wenige Bücher, die für den Motorsport-Enthusiasten ein echtes "must have" sind, diese Biografie über Jim Clark ist es auf jeden Fall.


Jim Clark – The best of the best
Autor: David Tremayne 
Verlag: Evro Publishing, UK, 2018 
Format und Umfang: Hardcover, 24 x 28,5 cm, 520 Seiten, rund 450 Fotografien 
Text: Englisch Preis: € 92,- 
Vertrieb: www.evropublishing.com 
ISBN: 978-1-910505-16-8

Rezension Thomas Nehlert: „Inside Track - Phil Hill – Ferrari's American World Champion – His Story, His Photography“ , Autoren: Phil Hill und Doug Nye; Verlag The GP Library, 2017; insgesamt 3 Bände: „The Collector's Edition 1951 – 1962“ (2 Bände) und „The Racing Autobiography 1927 – 1967“,

Phil Hill war der erste amerikanische Formel-1-Weltmeister. Er startete von 1958 bis 1964 in der Formel 1, wurde 1961 Weltmeister und gewann insgesamt drei Formel-1- Weltmeisterschaftsläufe. Darüber hinaus war er bei den großen Sportwagenrennen sehr erfolgreich, trug dreimal den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans davon und gewann die 12 Stunden von Sebring sowie die 1000 km auf dem Nürburgring jeweils zweimal. Zweifellos zählt er zu den insbesondere in Europa zu Unrecht unterschätzten Piloten, nicht zuletzt deshalb, weil er nach dem tödlichen Unfall des für die Formel-1-Weltmeisterschaft 1961 favorisierten Graf Berghe von Trips den Titel erringen konnte. Tatsächlich war Phil Hill nicht nur ein brillanter und extrem vielseitiger Rennfahrer, sondern auch eine charismatische, hochgebildete und weltoffene Persönlichkeit. Nach seiner Rennfahrerlaufbahn betätigte er sich in den USA im journalistischen Bereich und war im Historischen Motorsport aktiv. 2008 starb er im Alter von 81 Jahren in Kalifornien. 

Neben dem Rennsport war die Fotografie eine von Hills Leidenschaften. Mit seiner Leica fing er den Motorsport der 1950er und 1960er Jahre aus seiner persönlichen Sicht ein. Viele tausend Fotos waren das Ergebnis, das nun durch diese Bücher der Nachwelt zugänglich gemacht wird. Doug Nye als einer der renommiertesten Motorsporthistoriker hat das Archiv Hills gesichtet und geordnet und die Illustration für die vorliegende Biografie zusammengestellt. Phil Hill, der dem Projekt einer großen Biografie in der ihm eigenen Bescheidenheit zunächst skeptisch gegenüberstand, unterstützte das Vorhaben schließlich bereitwillig und gab sowohl Nye als auch seinem langjährigen Freund Steve Dawson in zahlreichen stundenlangen Interviews Auskunft über seine Rennsportlaufbahn. Hills Sohn Derek steuerte eigene Recherchen zur Karriere seines Vaters bei, Ian Lambot kümmerte sich um Layout und Produktion, und Paul Vestey – zusammen mit Doug Nye Gründer von "The GP Library" – stand in verlegerischer Verantwortung und beschaffte weiteres Bildmaterial. Die Arbeit an diesem Werk begann bereits zur Jahrtausendwende. 

Was nach vielen Jahren schließlich dabei herauskam, kann ohne Übertreibung als ein Benchmark der Motorsport-Literatur bezeichnet werden, und zwar sowohl von der Quantität als auch noch mehr von der Qualität. Insgesamt 1388 Seiten, 1870 Abbildungen in drei Bänden mit einem Gesamtgewicht von etwa 17,5 kg! Die ersten beiden Bände bilden die "Collector's Edition" mit den von Hill selbst gefertigten Fotos, der dritte Band ist die vollständige "Racing Autobiography". 

Der erste Band der "Collector's Edition" befasst sich nach Vorworten von Doug Nye und Steve Dawson zunächst eher kursorisch mit der Zeit von 1938 bis 1950, bevor chronologisch die Jahre 1951 bis 1956 dokumentiert werden. Jedem Jahr wird eine zusammenfassende Schilderung vorangestellt, bevor auf die einzelnen Rennsportveranstaltungen eingegangen wird. Die Texte wurzeln sämtlich in den Interviews mit Phil Hill und sind entsprechend einer Autobiografie in der Ich-Form abgefasst. Auch die Bildunterschriften als sehr ausführliche Erläuterungen stammen von Hill selbst, dem die Fotos zwecks Kommentierung alle vorgelegt wurden. Der Schwerpunkt der im ersten Band abgebildeten Rennen liegt in den USA. Neben so bekannten Strecken wie Sebring, Watkins Glen und Elkhart Lake findet der Leser u.a. auch Berichte von Veranstaltungen in Pebble Beach, im Golden Gate Park in San Francisco, auf dem Stockton Airfield und der Mac Dill Airforce Base sowie in Palm Springs.

Ein Höhepunkt beider Bände sind die Aufnahmen und Beschreibungen der alljährlichen Ferrari-Testfahrten auf der alten Rennstrecke von Modena. Da Phil Hill jahrelang Mitglied des Ferrari-Werksteams war, liegt ein besonderes Augenmerk gerade des zweiten Bandes auf dieser Zeit, und man kann sich an den zahlreichen Fotografien zu diesem Thema einschließlich einiger Aufnahmen des Commendatore Enzo Ferrari kaum sattsehen. Dabei wird auch deutlich, warum der Titel für alle drei Bände "Inside Track" lautet. Phil Hill vermittelt nämlich durch seine Fotos viele so bisher noch nie veröffentlichte Blicke in das interne Geschehen der Ferrari-Mannschaft. Neben den legendären Rennfahrzeugen sieht man auch die Piloten und vor allem auch die Ingenieure und Renntechniker bei ihrer Arbeit. Der Ferrari 156 Sharknose wird in noch unlackiertem Zustand auf der Strecke von Modena gezeigt, man kann sehen, wie Enzo Ferrari selbst die Testfahrten überwacht, und an Aufnahmen berühmter Fahrer wie z.B. von Fangio, Collins, Hawthorne, Ginther und Gendebien herrscht kein Mangel. Selbst die beiden "Rennen der zwei Welten" auf dem ansonsten in dieser Form nicht genutzten Ovalkurs in Monza werden gewürdigt. 1957 und 1958 traten dort die amerikanischen Monoposti der USAC-Serie gegen europäische Rennfahrzeuge an. Nicht minder interessant sind die Berichte von den MGWeltrekordfahrten, die 1957 und 1959 auf dem Salzsee von Bonneville ausgetragen wurden. Auch der Grand Prix von Deutschland 1959 auf der Berliner Avus erfährt eine Würdigung: Hill, dem diese Strecke wenig zusagte, ruft die Erinnerung an diesen Weltmeisterschaftslauf mit einigen Fotos aus dem Berlin vor dem Mauerbau in Erinnerung. Zahlreiche Aufnahmen von großen Sportwagenrennen in Südamerika, Europa und den USA runden die reichhaltige Illustration beider Bände der "Collector's Edition" ab. Insgesamt handelt es sich dabei zu etwa 90% um Fotos, die Phil Hill selbst gemacht hat. Um aber auch das Renngeschehen in der Außenbetrachtung nicht vollkommen auszublenden, ergänzen einige Aufnahmen bekannter Motorsportfotografen die Bildausstattung. 

Eine ausführliche achtseitige Rennstatistik hält am Ende des zweiten Bandes alle Rennen fest, in denen Phil Hill am Start war. Das ist schon deshalb hilfreich und begrüßenswert, weil die beiden Bände in Bild und Text ausschließlich die 90 Veranstaltungen wiedergeben, bei denen Hill selbst Fotos anfertigte.

Aus diesem Grunde ist es für eine vollständige Information über Phil Hill auch unerlässlich, sich neben der doppelbändigen "Collector's Edition" als dritten Band die "Racing Autobiography 1927-1967" zuzulegen. Diese lückenlose Lebensbeschreibung beginnt mit einem empathischen Vorwort Dan Gurneys, des anderen großen amerikanischen Rennfahrers der 1960er Jahre, der erst jüngst im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Nach einer Wiedergabe der Kindheit und Jugend Phil Hills mit zahlreichen Fotos aus dem Familienalbum wird die Karriere des Amerikaners von den Nachkriegsjahren bis zur Saison 1967 in 20 Kapiteln ausführlich beschrieben. 1949 und 1950 bestritt er mehrere Rennen in England, kehrte 1951 in die USA zurück und schlug 1953 den Weg des professionellen Rennfahrers ein. Nach anfänglichen Erfolgen auf unterschiedlichen Fabrikaten, stellte die Zeit bei Ferrari zweifellos den Höhepunkt der Laufbahn Hills dar. Aber auch nach dieser Epoche, die mit dem Sieg in der Formel-1-Weltmeisterschaft 1961 und mehrfachen Erfolgen bei den 24 Stunden von Le Mans gekrönt wurde, blieb Hill aktiv. Nach eher mageren Zeiten bei ATS und Cooper war er maßgeblich an der siegreichen Zeit der Ford GT 40 bei den großen Sportwagenrennen beteiligt. 1966 und 1967 bestritt er mehrere Läufe der Internationalen Markenmeisterschaft mit den technisch revolutionären Chaparral des Texaners Jim Hall und konnte am Nürburgring 1966 und in Brands Hatch 1967 sogar gewinnen. 1968 beendete Hill seine Rennfahrerlaufbahn und widmete sich fortan der Restaurierung alter Automobile, war bei Veranstaltungen des Historischen Motorsports aktiv und betätigte sich – zuweilen mit dem bekannten Autor John Lamm – auf publizistische Weise, z.B. mit Fahrberichten in dem amerikanischen Automagazin "Road&Track". 

Diese Lebensgeschichte - von Phil Hill selbst überaus detailreich, ausführlich und spannend erzählt – findet der Leser in dem dritten Band von „Inside Track“. Erinnerungen von John Lamm und Hills hinterbliebener Ehefrau Alma runden den Band inhaltlich ab. Ein langes Stichwortverzeichnis erleichtert das Auffinden bestimmter Fakten. Die Illustration ist wie schon in der "Collector's Edition" gigantisch. Begeisternde Aufnahmen aus namhaften Archiven wie der Cahier Collection, der GP Library, der Revs Digital Library und zwanzig weiteren Sammlungen ergänzen sich mit den Fotografien von Phil Hill und aus dem Hill Family Archive. Die Bilder sind zum Teil im großen bis doppelseitigen Format, zeigen Rennaction, Fahrzeuge auch im Detail, Rennfahrer, Ingenieure und Techniker sowie auch das Treiben an den Rennstrecken und hinter den Kulissen. Zudem werden einige Originaldokumente wie Titel von Rennprogrammen oder z.B. der Frachtschein für einen Ferrari 212 E reproduziert. Einige wenige Fotos aus der "Collector's Edition" wiederholen sich in der "Racing Autobiography". Das ist im Interesse der Vollständigkeit so gewollt, weil beide Titel auch einzeln erworben werden können.

Alle der insgesamt über 1800 Fotos stammen aus einer Zeit, in der an die digitale Fotografie noch lange nicht zu denken war. Umso bemerkenswerter ist die hervorragende Wiedergabequalität der Bilder, selbst im weitaus größeren Format als es früher üblich war. Hier haben die Macher der Autobiografie im Rahmen einer angemessenen Bildbearbeitung eine großartige Leistung vollbracht. Die drei Bände sind bestens verarbeitet und durch zwei Leinenschuber geschützt. Druck und Bildwiedergabe auf schwerem Papier entsprechen dem von den Produzenten gesetzten hohen Maßstab. 

Natürlich stellt sich die Frage, ob selbst ein solches, neue Maßstäbe setzendes Werk einen Preis von fast eintausend Euro wert sein kann. Mag der "bibliophil veranlagte Hardcore-Motorsport-Fan" auch dazu neigen, diese Fragestellung nach Möglichkeit auszublenden, so bleibt dem ökonomisch denkenden Leser noch eine weitere Möglichkeit: In diesen Tagen kommt die etwas einfacher ausgestattete und auf 488 Seiten und 530 Fotos reduzierte "Bookshop Edition" für etwa 330,- € auf den Markt, die verkürzt das inhaltliche Spektrum von"Collector's Edition" und "Racing Autobiography" abdeckt. 


Inside Track Phil Hill – Ferrari's American World Champion – His Story, His Photography – The Collector's Edition 1951 - 1962 – The Racing Autobiography 1927 - 1967 

Autoren: Phil Hill, Doug Nye, Steve Dawson, Derek Hill 

Verlag: The GP Library, UK, 2017 

Format und Umfang: Hardcover, jeweils im Leinenschuber 32 x 32 cm, The Collector's Edition : 2 Bände, 960 Seiten, 1085 Abbildungen, The Racing Autobiography: 1 Band, 428 Seiten, 789 Abbildungen 

Text: Englisch 
Preis: € 950,- (für alle drei Bände) 
Vertrieb: www.hortonsbooks.co.uk 

ISBN: 
978 0 9954739 1 1 
978 0 9954739 2 8 
978 0 9954739 3 5

Rezension Thomas Nehlert "Magnus Walker – Urban Outlaw" - Delius Klasing Verlag, 2018

"Wie schlimm kann's schon werden?" Das ist das Motto, das Magnus Walker geleitet hat, wenn er einen neuen Schritt im Verlauf seines wechselvollen Lebens wagen wollte. Und mit diesem Satz ermuntert er andere Menschen, ihre eigenen Ideen und Vorstellungen auch gegen Widerstände anzugehen und zu verwirklichen. 

Bekannt ist Magnus Walker heute in erster Linie wegen seiner großartigen Sammlung alter Porsche 911 der ersten Generation. Er sieht nun wirklich nicht aus wie ein typischer Porsche-Fahrer, wenn es den überhaupt gibt. Lange Rastalocken, ein gewaltiger etwas zotteliger Bart und zahlreiche großflächige Tattoos – sein Äußeres ist ungewöhnlich und drückt eine eigenwillige Unangepasstheit aus, die seinen Lebensweg kennzeichnet und schließlich auch zu der Bezeichnung "Urban Outlaw" geführt hat. Nun ja, ein "Urban Outlaw" ist er vielleicht auch manchmal, wenn er mit einem seiner Porsche in Los Angeles auf einer – wie er selbst einräumt – "inspirierten Fahrweise" unterwegs ist . . . Tatsächlich ist er ein ausgesprochener Nonkonformist, der – wie man sich bei den Veranstaltungen des Delius Klasing Verlags anlässlich der Präsentation dieses Buchs selbst überzeugen konnte – überaus freundlich, geradlinig und kommunikativ ist. 

Die 2017 erschienene englische Originalausgabe seiner Autobiografie mit dem Titel "Dirt Don't Slow You Down" war ein großer Erfolg. Der Delius Klasing Verlag hat nun die um rund einhundert Fotos angereicherte deutsche Ausgabe auf den Markt gebracht. 

Walker hat seine abwechslungsreiche und spannende Lebensgeschichte aufgeschrieben: 1967 in Sheffield geboren, wuchs er in bescheidenen Verhältnissen im Norden Englands auf, bevor er im Alter von 19 Jahren in die USA ging. In Los Angeles verdiente er sich sein Geld zunächst mit dem Zuschneidern von Jacken und Jeans, die er mit Badges versah. Aus diesem Geschäftszweig erwuchs nach und nach ein eigenes Unternehmen, das schließlich zu dem Fashion Lable "Serious Clothing" führte, mit dem er und seine Ehefrau Karen Zugang zur Hollywood-Prominenz fanden und vermögend wurden. Er erwarb Immobilien in Los Angeles, die unter anderem den Hintergrund für mehrere Filmproduktionen bildeten. So entstand auch der halbstündige dokumentarische Film "Urban Outlaw" über ihn und seine mittlerweile beachtliche Porsche-Sammlung. 

Walkers Begeisterung für Porsche wurzelte schon in seiner Kindheit in Sheffield. In Los Angeles war es ihm durch seinen geschäftlichen Erfolg möglich, sich den Traum vom eigenen Porsche zu erfüllen. Er erwarb ausschließlich gebrauchte Elfer, deren Gebrauchsspuren die Erfahrungen und Erlebnisse ihrer früheren Besitzer widerspiegelten. Es war diese Historie der Fahrzeuge und ihrer Menschen, die Walker interessierten. Er baute selbst an den Porsche herum, tauschte Teile aus, baute andere Motoren ein und drückte ihnen auf diese Weise seinen eigenen Stempel auf. Obwohl er sich auch Sportwagen anderer Marken anschaffte, konzentrierte er sich schließlich doch ausschließlich auf die Automobile aus Zuffenhausen. Seine Sammlung umfasst bis zu 50 Exemplare, wobei er sich nach dem Rückgang des Modegeschäftes durch den Verkauf der Elfer ein weiteres wirtschaftliches Standbein schaffte. Heute hält Walker Vorträge in der freien Wirtschaft und betätigt sich auf diese Weise als Motivationstrainer – äußerlich unverändert noch immer im Stil eines "alten Rock 'n' Rollers". 

Magnus Walker nimmt den Leser mit und gewährt ihm einen sehr unmittelbaren Blick in das Leben und die Karriere eines unangepassten, erfolgreichen und weltoffenen Geschäftsmanns, eines begeisterten Porsche-Fans. Das Thema Porsche nimmt einen breiten Raum ein, und wir lernen die meisten Exemplare seiner Sammlung kennen, vom 1964er 911 bis zum 1977er Turbo. Walker vermittelt das grandiose Erlebnis, mit einem Elfer über die traumhaften Straßen rund um Los Angeles und am Pazifik entlang zu fahren. Er schildert seine zahlreichen Kontakte zu anderen Porsche-Leuten, die nicht selten zu echten Freundschaften führten. Kurzum – er erklärt die Faszination Porsche auf ganz eigene und zudem nachvollziehbare Art. Und er ist wirklich stolz, dass Porsche ihn nun zum Markenbotschafter gemacht hat, so wie Walter Röhrl oder Richy Müller. 

Aber das ist mehr als nur ein Porsche-Buch. Es beschreibt das Familienleben Walkers in einfachen Verhältnissen in England, es verdeutlicht den Aufstieg in den USA durch Ideenreichtum, freundliche Durchsetzungskraft und vor allem harte Arbeit. Und es verschweigt auch nicht Rückschläge und tragische Vorkommnisse im Leben dieses sympathischen "Urban Outlaw". 

Das ist eine interessante und mit Unterstützung von Martin Roach gekonnt geschriebene Autobiografie, die den Leser fesselt und niemals unberührt lässt. Die über 110 Fotografien aus Walkers Leben und von seiner Porsche-Sammlung bereichern den in 15 Kapitel gegliederten Inhalt des Buchs auf attraktive Weise. 


Magnus Walker – Urban Outlaw 
Autor: Magnus Walker, Martin Roach 
Verlag: Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 2018 
Format: Hardcover, 16 x 23 cm 
Umfang: 240 Seiten 
Text und 24 Seiten mit 112 Fotos 
Text: Deutsch 
Preis: € 22,90 
Vertrieb: Überall im Buchhandel

Rezension Thomas Nehlert "Das Phänomen NASCAR 3"- von Pete Fink, 2018

Eigentlich sollte ja mit dem Band "Das Phänomen NASCAR 2" Schluss sein – Pete Fink meinte zunächst, es sei das Wichtigste zu Amerikas beliebtester Motorsportserie gesagt Nun, die immer größer werdende deutschsprachige NASCAR-Fangemeinde gab keine Ruhe, und auch das Geschehen in der NASCAR-Serie selbst war so interessant, dass jetzt tatsächlich drei Jahre nach dem zweiten doch noch ein dritter Band erschienen ist – das Phänomen NASCAR 3! 

Man kann Pete Fink ohne Übertreibung als die "deutsche Stimme von NASCAR" bezeichnen. Seit Jahren kommentiert er zusammen mit anderen Fachreportern die NASCAR-Übertragungen des Senders "MotorvisionTV". Eines seiner großen Anliegen ist es, diesen faszinierenden Motorsport auch dem deutschen Publikum näher zu bringen, und so ist es kein Wunder, dass sich eines der 15 Kapitel in seinem neuen 400seitigen Buch ausführlich mit der inzwischen fest institutionalisierten "NASCAR Euro Series" befasst. Dazu kommen Rückblicke auf die Jahre 2015 bis 2017 in der Cup Series, Betrachtungen zu den unteren NASCAR-Serien, zu dem im amerikanischen Profisport zunehmend anzutreffenden Charter-System und zur besonderen Bedeutung der Wagennummern in der amerikanischen Rennserie. 

Schließlich wird der in den letzten drei Jahren in einem geradezu atemberaubenden Tempo erfolgte Generationswechsel eingehend gewürdigt: Juan-Pablo Montoya, Greg Biffle, Jeff Gordon, Carl Edwards, Tony Stewart, Dale Earnhardt Junior, Matt Kenseth, Danica Patrick sind gegangen; Kyle Larson, Ryan Blaney, Chase Elliott, William Byron, Alex Bowman, Daniel Suarez, Erik Jones sind gekommen. Ob die "Young Guns" die großen Stars tatsächlich werden ersetzen können, wird die Zukunft zeigen. Fink verschafft dem Leser einen tiefen Blick hinter die Kulissen dieses in der Sportwelt in diesem Umfang ungewöhnlichen Geschehens und setzt sich auch damit auseinander, wo die Ursachen für den auch in den NASCAR-Rennen zu beobachtenden deutlichen Zuschauerrückgang zu suchen sind. 

Das liest sich alles überaus spannend und informativ, und aus jeder Zeile wird deutlich, mit welcher Kompetenz und mit welch großer Leidenschaft der Autor sowohl das Renngeschehen als auch die Entwicklungen in der Sportpolitik, im Regelwerk und im Umfeld der NASCAR-Rennen verfolgt. 

Wie schon in den ersten beiden Bänden findet man auch in "Das Phänomen NASCAR 3" einen knappen aber sehr attraktiven 32seitigen Bildteil mit 64 Farbfotos, die zum weit überwiegenden Teil von der ebenfalls tief im NASCAR-Geschehen verwurzelten Britta Eggert stammen. Natürlich ist mit diesem dritten Band nun wirklich Schluss . . . aber man kann ja doch schon mal nach attraktiven Hochformat-Fotografien als Titelbild für Band 4 Ausschau halten. Und wenn nicht die Bildrechte so elend teuer wären, ein großformatiger Bildband als Ergänzung würde bestimmt auch seine Liebhaber finden. 


Das Phänomen NASCAR 3 

Autor: Pete Fink 
Verlag: Pete Fink, 2018 
Format: Hardcover, 15,5 x 23,5 cm 
Umfang: 400 Seiten 
Text und 32 Seiten mit 64 Fotos 
Text: Deutsch 
Preis: € 34,95 
Vertrieb: Überall im Buchhandel und www.petefink.com info@pete-fink.com

Rezension Thomas Nehlert „70 Jahre Porsche Sportwagen“ - Herausgeber: Christina Rahmes, Dr. Josef Arweck, Porsche Museum; Delius Klasing Verlag Bielefeld, 2017

Irgendein Porsche-Jubiläum ist immer: 50 Jahre Porsche 911, 40 Jahre Porsche Turbo, 40 Jahre Transaxle-Ära, eine Million Porsche 911 – und jetzt eben 70 Jahre Porsche. Genau genommen jährt sich am 8. Juni die von der Kärntner Landesregierung 1948 erteilte Einzelgenehmigung zum Bau des Porsche 356-001 zum 70. Mal. 

Aus diesem Anlass werden uns dieses Jahr sicher noch eine ganze Menge PorscheBücher beschert werden. Den Anfang macht dieser Band des Delius Klasing Verlags, herausgegeben in der Edition Porsche Museum. Der Kenner von Porsche-Büchern hat bei Bänden aus dieser Edition große Erwartungen, genießt doch die Reihe des PorscheMuseums zu Recht einen hervorragenden Ruf. Und auch dieses neue Buch wird dem Ruf gerecht. 

Schon das Layout ist ungewöhnlich und sehr reizvoll. Die beiden in fester Pappe gestalteten Buchdeckel und die Seiten des Buchinhalts schließen vollkommen bündig ab, sind mit einem durchgehend roten Buchschnitt versehen und vermitteln auch durch das Gewicht des schweren und hochwertigen Papiers den Eindruck, einen gewichtigen "Porsche-Baustein" in den Händen zu halten. Das Titelbild zeigt den unvergessenen Ferry Porsche im 356 Nr.1. Mehr als 20 Fotografen und 9 namhafte Fotoarchive haben ihr Bildmaterial in Form von 206 Fotografien zur Verfügung gestellt, mit dem größten Anteil natürlich das Porsche-Werksarchiv. Die Auswahl ist überzeugend und in der Reproduktion auch alter Bilder sehr gut. Zahlreiche Aufnahmen sind im großen, fast doppelseitigen Format gehalten. 

Der Band gliedert sich in sieben Kapitel. Im ersten Abschnitt "Lifestyle" begegnen wir zahlreichen Prominenten mit ihren Porsche – von James Dean und Herbert von Karajan bis zu Magnus Walker und Mark Webber. Paolo Tumminelli beschreibt "Porsche Design" als das Lebenswerk von Ferdinand Alexander Porsche, und Mats Kubiak würdigt den „Christophorus“ als die wohl bis heute gelungenste Kundenzeitschrift der Autobranche. Im Kapitel "Technik" sind ein ausführliches Interview mit dem aktuellen Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, Oliver Blume, sowie Essays über den von Porsche beschrittenen Weg in Grenzbereiche der Technik und über Zukunftsvisionen zu lesen. Unter dem Titel "Unternehmen" werden die maßgeblichen Orte der Porsche-Geschichte illustriert, alle bisherigen Porsche-Chefs vorgestellt und der Weg in den integrierten Automobilkonzern VW beschrieben. Der Begriff „Community“ steht für die Porsche-Kunden, Porsche-Fahrer, Porsche-Fans bis zu Magnus Walker. Außerdem werden in diesem Abschnitt zehn interessante Buch-Empfehlungen ausgesprochen. Das umfangreichste Kapitel "Modelle" gibt einen Querschnitt der Porsche-Fahrzeuge vom 356 bis zum 991 und "Mission E" wieder. Dabei kann die Auswahl von insgesamt 28 Typen natürlich nur einen sehr beispielhaften Überblick vermitteln; welche Fahrzeuge bei einer so langen Unternehmensgeschichte tatsächlich eine Würdigung verdienen, liegt eben immer im sehr persönlichen Blickwinkel des Betrachters. Das Projekt des Mission E wird von Michael Steiner beschrieben. 

Ein wundervoller Artikel von Dr. Wolfgang Porsche über das Wesen und die Zukunft der Marke und die mit ihr verbundenen Menschen krönt den Abschnitt "Menschen", in dem – sehr sorgfältig aber natürlich auch bewusst subjektiv ausgewählt – Personen gezeigt werden, die für Porsche eine besondere Bedeutung haben. Das reicht von den Familien Porsche und Piech über Richard von Frankenberg, Hans Mezger, Peter Falk, Walter Röhrl und Jacky Ickx bis zu den Designern Anatole Lapine, Harm Lagaay und Michael Mauer. Den würdigen und ausführlichen Abschluss bilden unter dem Titel "Motorsport" Abbildungen fast aller wichtigen Porsche-Rennfahrzeuge vom 356 SL des Jahres 1951 bis zum 911 RSR von 2017. Natürlich fehlen dabei auch nicht "Meilensteine" wie 718 RS 60, 804 F1, 908/03, 917, 956, 911 GT1, RS Spyder und 919 Hybrid, um nur einige aufzuzählen. Zwei Seiten „Rennsport in Zahlen“ vermitteln dem Leser interessante Fakten über den Porsche-Motorsport, bevor Sven Freese in einer knappen Betrachtung die Bedeutung des Motorsports für Porsche hervorhebt. 

Dieses ungewöhnlich gestaltete Buch ist ein schöner Einstieg in ein neues Jubiläumsjahr für Porsche, die für mich nach wie vor wahre und immer junge deutsche SportwagenMarke. 


70 Jahre Porsche Sportwagen

Herausgeber: Porsche Museum, Christina Rahmes, Dr. Josef Arweck 
Verlag: Delius Klasing Verlag, 2017 
Format: Hardcover, 23 x 27 cm 
Umfang: 304 Seiten, 206 Abbildungen 
Text: Deutsch, Englisch 
reis: € 39,90 
Erhältlich: Überall im Buchhandel

Rezension Thomas Nehlert „Land Rover Experience Tour“ - Autoren: Dag Rogge & Roland Löwisch, teNeues Verlag, 2018

Dies ist die zweite und sowohl vollkommen überarbeitete als auch deutlich erweiterte Ausgabe der "Land Rover Experience Tour". Seit dem Jahr 2000 ist diese strapazenreiche Langstreckenfahrt bis heute regelmäßig durchgeführt worden. Die Ziele waren über den ganzen Globus verteilt: Jordanien, Island, Namibia, Mittelamerika, Kanada, Schottland, Argentinien und Chile, Malaysia, Bolivien und 2013 von Deutschland auf den Spuren der Seidenstraße über China, Tibet und Nepal bis nach Indien. In diesem Band neu hinzugekommen sind die Fahrten durch Australien und Peru.

Der gewaltige Prachtband aus dem teNeues Verlag beschreibt alle bisherigen Events in abwechslungsreichen deutsch-englischen Texten. Dem Leser werden dabei nicht nur die faszinierenden Länder und Landschaften sondern auch die Begeisterung der Teilnehmer und die Anstrengungen auf schwierigsten Streckenpassagen und wilden Pfaden näher gebracht. Autor ist Roland Löwisch; zwei Vorworte stammen von dem Journalisten und für das Marketing von Land Rover Deutschland zuständigen Christian Uhrig sowie von dem Geschäftsführer der Land Rover Experience Germany Dag Rogge, der zudem für die Durchführung der Touren verantwortlich ist. Interviews mit einigen Teilnehmern der Langstreckenfahrten ergänzen die pointierten Texte. Ein knappes Geleitwort hat der CEO von Jaguar Land Rover, Prof. Dr. Speth, verfasst. 

Das edel in modernem Layout gestaltete und hervorragend verarbeitete Buch lebt aber von den rund 580 Farbfotos; begeisternd in der Auswahl und brillant in der Reproduktion, nehmen sie den Betrachter mit an die entlegensten Orte und in die schönsten Landschaften. Ob Jordanien, China, Australien, Kanada, Südamerika oder Schottland - man wird verzaubert von den in teilweise sehr großformatigen Fotos festgehaltenen Stimmungen und Eindrücken aus diesen Ländern. Hinzu kommen immer auch Abbildungen von den Teilnehmern und Fahrzeugen - stets aktiv auch in unwegsamstem Gelände und offenbar unverwüstlich. Das Spektrum der Geländefahrzeuge reicht vom legendären Land Rover Defender über den Discovery und den Freelander bis zum repräsentativen Evoque. Eine besondere Ausstrahlung gewinnt die Illustration auch durch die eindringlichen Aufnahmen von den Menschen in den bereisten Ländern. So kann sich der Leser nicht nur in fremde Regionen sondern auch in entfernte und faszinierende, teilweise herrlich farbige Kulturen versetzen und einen Blick weit über den heimischen Tellerrand hinaus werfen.



Land Rover Experience Tour 
Autor: Dag Rogge & Roland Löwisch 
Verlag: teNeues Verlag, Kempen, 2017 
Format: Hardcover, 25,5 x 32 cm 
Umfang: 320 Seiten, 580 Abbildungen 
Text: Deutsch, Englisch 
Preis: € 65,00
Erhältlich: Überall im Buchhandel

Rezension Thomas Nehlert: Porsche Werkseinsatz Die großen 24-Stunden-Rennen – Nürburgring, Le Mans, Daytona Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 2017

Frank Kayser zählt zu den augenblicklich gefragtesten Fotografen der Autoindustrie. Schon vor einigen Jahren hatte er unter dem Titel „Kayser – Driving Crazy“ einen Bildband voller ungewöhnlicher Aufnahmen der Sportwagen unterschiedlicher Marken im Delius Klasing Verlag veröffentlicht. Einige seiner Fotos findet man zuweilen auch in der PorscheKundenzeitschrift "Christophorus". 

Das Buch "Werkseinsatz" widmet sich den offiziellen Einsätzen von Porsche bei den großen 24-Stunden-Langstreckenrennen der vergangenen vier Jahre. Der eindeutige Schwerpunkt liegt dabei auf der Erfolgsserie des Porsche 919 Hybrid in Le Mans, denn rund 85% der über 200 Fotografien sind bei diesem berühmtesten Autorennen der Welt in Frankreich entstanden. Jeweils 14 bis 18 Fotos zeigen die 24-Stunden-Klassiker am Nürburgring und in Daytona, wobei sich unter die Bilder der Rennen des 919 auch zumindest eine Aufnahme vom 6-Stunden-Rennen am Nürburgring "verirrt" hat. 

Die zum überwiegenden Teil im gewaltigen Format reproduzierten Bilder stehen für die Motorsport-Fotografie als hohe Kunstform. Kayser hat einen eigenen unverwechselbaren Stil entwickelt, in dem er nicht nur die Rennfahrzeuge zeigt, sondern – und das in erster Linie – auch die Menschen, die die Porsche-Renneinsätze umsetzen. Da blickt man in die Gesichter der Rennmechaniker, der Techniker, der Fahrer und kann aus den Gesichtern die Anspannung und die Dynamik, die dem Geschehen innewohnen, ablesen. Aufnahmen von den Boxenstopps vermitteln die Hektik des Vorgangs und die zielgerichtete Handlungsweise der Verantwortlichen in einem so bisher kaum gesehenen Maße. Auch werden Fahrer und Mechaniker in alltäglichen Situationen gezeigt, deren fotografische Darstellung umso ungewöhnlicher ist. Dazu kommen Ablichtungen der Zuschauer, und zwar nicht als anonyme Masse am Streckenrand, sondern als fotografisch raffiniert in den Vordergrund geschobene Individuen. 

Kayser spielt in seinen Fotografien mit der Wirkung des Lichts, und zwar auf sehr unterschiedliche Weise. Zum einen arbeitet er Hell-Dunkel-Kontraste besonders dadurch heraus, dass er in den Farbaufnahmen die von der Gestaltung des Porsche 919 vorgegebene Dominanz der Schwarz-Weiß-Töne betont und die anderen Farben mit Ausnahme von wenigen Rotakzenten zurückfährt, zum anderen taucht er zum Beispiel Bilder vom wolkenverhangenen Himmel am Nürburgring in eine fast schon düstere Stimmung, so dass die Wolken das Renngeschehen zu erdrücken scheinen. Ähnliche Effekte erzielt er mit den Aufnahmen vom Rennen in Daytona, das vom Wetter her nicht selten so gar nicht zum „Sunshine State“ passt. Die Mehrzahl der Aufnahmen ist von bestechender Schärfer und glasklarer Zeichnung der Konturen, einige aber sind auch von bewusster Unschärfe, so dass sowohl die Geschwindigkeit als auch bestimmte Stimmungsmomente, wiederum durch teilweise Herausnahme des Lichts, überzeugend zum Ausdruck gebracht werden. 

Der Band ist in zwölf Kapitel gegliedert. Die Texte stammen von Heike Hientzsch. Das sind nicht dokumentierende Rennberichte oder detaillierte Ergebnislisten. Vielmehr fängt die Autorin schwerpunktmäßig in knappen Worten das ein, was den Porsche-Motorsport ausmacht, welche Philosophie hinter dem Werksengagement steht, welche Strategie so erfolgreich war. Dabei lässt sie die Fahrer, zuvorderst Timo Bernhard, zu Wort kommen und auch die Strategen von Porsche wie Andreas Seidl. Einen eigenen Beitrag hat der Leiter des LMP1-Projekts, Fritz Enzinger, verfasst. Er beschreibt seinen Anfang bei Porsche und die hingebungsvolle Begeisterung, mit der bei Porsche der Wiedereinstieg in den „großen“ Motorsport vollzogen wurde. Und als ein „Making of . . .“ liest sich der zum Schluss des Buchs verfasste Text von Frank Kayser, der seine Einbindung in die Faszination des Porsche-Motorsports mit den Worten „Du bist infiziert“ zusammenfasst. 

Das ist ein herrliches Motorsport-Buch, das ist ein fotografisches Kunstwerk – und das ist eine großartige Hommage an vier Jahre Porsche 919 Hybrid, an eine Mannschaft, die drei Le-Mans-Siege und sechs Weltmeisterschaften errungen hat.

 Thomas Nehlert

Porsche Werkseinsatz Die großen 24-Stunden-Rennen: Nürburgring, Le Mans, Daytona 

Autoren: Frank Kayser (Fotos), Heike Hientzsch (Text) 
Verlag: Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 2017 
Format und Umfang: Hardcover, 30 x 30 cm, 272 Seiten, über 200 Abbildungen; 
Text: Deutsch Preis: € 49,90 ISBN: 978-3-667-11066-4 

Überall im Buchhandel erhältlich

Rezension Thomas Nehlert „Ford GT40 – The autobiography of 1075“ - Autor: Ray Hutton, Great Cars 11, Porter Press International, GB, 2017

Nachdem Ford 1966 und 1967 nach den Niederlagen in den Vorjahren Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans bezwungen hatte, trat der amerikanische Konzern nicht mehr mit Werkswagen bei den Langstreckenrennen der Internationalen Markenmeisterschaft an. Nicht weniger effektiv übernahm das John Wyer Gulf Team die Rolle eines FavoritenTeams bei den Sportwagenrennen. Dazu bediente es sich des klassischen Ford GT40 und des eigenständig fortentwickelten Ford Mirage. 

Ray Hutton zeichnet auf 320 Seiten die Rennhistorie eines besonders erfolgreichen Ford GT40 des Wyer-Teams nach, des Wagens mit der Chassis-Nummer 1075. In sechs Abschnitten und insgesamt 26 Kapiteln berichtet er zunächst von dem Titanen-Duell Ford gegen Ferrari der Jahre 1964 bis 1967, bevor er die Einsätze des GT40-1075 in den Jahren 1968 und 1969 bis ins Detail dokumentiert. Hervorzuheben sind dabei natürlich die beiden Siege in Le Mans 1968 mit den Fahrern Pedro Rodriguez/ Lucien Bianchi und 1969 mit Jacky Ickx/ Jackie Oliver. Die Schlussphase des Rennens 1969 mit dem hauchdünnen Sieg von Ickx vor dem Porsche 908 von Hans Herrmann bleibt unvergessen. 

Ein Track Test des GT40-1075 von Innes Ireland, ausführliche Fahrerporträts von Jacky Ickx, Brian Redman, Jackie Oliver, Pedro Rodriguez, Lucien Bianchi, Paul Hawkins, David Hobbs und Mike Hailwood sowie ein Bericht über das Team von John Wyer schließen sich an. Den Abschluss des Buchs bilden ein Artikel über die Jahre des GT40 als Klassiker im Historischen Motorsport und eine genaue technische Dokumentation des Fahrzeugs mit zahlreichen Detailaufnahmen. 

Das ist eine spannend geschriebene Rennhistorie von hoher Kompetenz. Mit über 390 Fotografien ist der hervorragend verarbeitete und in ansprechendem Layout gehaltene Band opulent illustriert. Die Aufnahmen zeigen herrliche Rennaction, viele technische Details und zahlreiche Rennfahrer und auch Teammanager in guten Porträtaufnahmen. 


Ford GT40 – The autobiography of 1075

Autor: Ray Hutton 
Verlag: Porter Press International, GB, 2017 
Format: Hardcover, 24 x 29 cm 
Umfang: 320 Seiten, über 390 Abbildungen 
Text: Englisch Preis: € 74,90 
Erhältlich: www.racingwebshop.de

Rezension Peter J. König: The Ferrari Book- Passion for Design-Michel Zumbrunn, Jürgen Lewandowski, Charles Blunier, Michael Köckritz, te Neues

Die Legende lebt. Begonnen hat sie einst mit seinem Visionär, seinem Begründer und seinem Mentor, Enzo Ferrari, der berühmte Erfinder des wohl weltweit am meisten geschätzten, italienischen Kult-Vehikels: Ferrari. Erneut hat der teNeues Verlag dieser Legende ein bibliophiles Denkmal gesetzt mit diesem wunderbaren Bildwerk: "The Ferrari Book – Passion for Design". Fachkundige Unterstützung hat teNeues dabei von den besten Spezialisten ihres Fachs erhalten, denn mit Michel Zumbrunn und Michael Köckritz waren mit die anerkanntesten Automobil-Fotografen am Werk. Den begleitenden, sehr erhellenden Text hat der Motor-Journalist Jürgen Lewandowski verfasst, ein Autor, der schon bei einer langen Reihe von großartigen Automobil-Büchern gezeigt hat, dass er sich fast wie kein Zweiter mit der Materie auskennt und dies besonders anschaulich in Worte fassen kann. Und schließlich war Charles Blunier für das gesamte Design dieses automobilen Bildbandes verantwortlich, um alles so zu gestalten, dass Bild und Text mehr als spektakulär den Betrachter animiert den Mythos von Ferrari in sich aufzusaugen. 

So ist inhaltlich etwas ganz Großes entstanden, was auch äußerlich dokumentiert wird. Beeindruckend sind Größe und Gewicht des Werkes, von einem Buch kann man wahrlich nicht mehr sprechen, dazu ist das Format einfach überdimensional. Der haptische Eindruck unterstreicht zudem die Bedeutung, zumal der samtähnliche Bezug des Bildbandes sehr hochwertig wahrgenommen wird. Auf dunkelblauem Untergrund fokussiert das Auge das originalrote Modell eines 375 MM, einem Ferrari, erbaut in den Jahren 1953 bis 1955. Dieses spezielle Ferrari-Rot ist das Erkennungszeichen der Marke, denn die überwiegende Zahl aller jemals gebauten Modelle hat das Licht der Welt mit dieser Lackierung erblickt.

Begonnen hat alles 1948 mit dem Modell Ferrari 166 Spyder Corsa, der als 166 MM im darauf folgenden Jahr 1949 das 24 Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gewonnen hat, eine Demonstration der noch jungen Scuderia Ferrari, wie das Werksteam bezeichnet wurde. Dieses Team ist bis zum heutigen Tag dem Formel 1 Sport immer treu geblieben, auch wenn es nicht ausschließlich so erfolgreich war, wie zu Zeiten eines Michael Schuhmacher, der einige Weltmeistertitel für die Scuderia gewinnen konnte.

Der Prachtband, der hier vorgestellt wird, konzentriert sich jedoch ausschließlich auf die einzelnen Modelle, die, ob als Straßen- oder Rennversion vom Beginn an bis heute die Freunde dieser Kult-Pretiose fasziniert haben. Dazu hat auch das Design-Studio von Sergio Pininfarina einen beträchtlichen Anteil, denn er war es, der für viele Modelle den Karosserie-Entwurf entwickelt hat. Und wie gelungen und spektakulär diese Entwürfe auch noch heute sind, das zeigen die eindrucksvollen Aufnahmen der Fotografen Michel Zumbrunn und Michael Köckritz, die alle Automobile ins allerbeste Licht gerückt haben. Wunderbare, farblich brillante Fotos der unterschiedlichen Modelle, sei es als doppelseitige Großaufnahme des ganzen Wagens oder feine Detailstudien, alles zeigt dem entzückten Betrachter, um welche einzigartigen Automobile es sich handelt. Dabei wurden unterschiedliche farbliche Modelle als Fotoobjekte gewählt, damit Ferrari-Rot nicht ausschließlich dominiert und man sehen kann, dass die Legende in Schwarz, Gelb oder Woll-Weiß ebenso eine beeindruckende Wirkung hat. 

So ist es Charles Blunier bestens gelungen die Fotografien designmäßig ideal in den buchmäßigen Rahmen zu integrieren, dass jede Aufnahme ganz individuell und farblich herausragend von der gestalterischen Form des Werkes getragen wird. Dies ist mit Sicherheit eines der Geheimnisse dieses so überzeugenden Bildbandes, der mit seiner kunstvollen Ästhetik nur so strotzt. Hier alle Modelle aufzuzeigen, würde den Rahmen einer solchen Rezension sprengen, doch so viel darf verraten werden, sie alle haben ihren spektakulären Auftritt. Genannt sei beispielweise der Ferrari 860 Monza von 1956, der Ferrari 410 Super-America von 1955, der Ferrari 250 Testa Rossa Spyder von 1957, aber auch die Modelle Ferrari 250 GT California Spyder SWB von 1960, Ferrari 275 GTS von1964 und aus dem Jahr 1969 der Ferrari 246 GT, Dino genannt. 1984 kam der neue berühmte Ferrari Testarossa, ihm folgte 1987 der legendäre Ferrari F 40, 1996 der Ferrari F 50, 2002 der Ferrari Enzo Ferrari und schließlich 2013 der Ferrari LaFerrari und 2015 der Ferrari F 12 TDF. 

Dabei sollte auch der Automobil-Journalist Jürgen Lewandowski nicht vergessen werden, denn ihm ist zu verdanken, dass es nicht nur schöne Bilder zu sehen gibt, sondern dass man auch die Geschichte um diese Bilder herum und die technischen Details sehr aufschlussreich und informativ nahe gebracht bekommt. Berühmte Persönlichkeiten, ob als Käufer oder Verantwortliche bei Ferrari, bringen ihre Liebe zu ihrem Objekt der Begierde und Schönheit hier ebenso zum Ausdruck, wie die Millionen von Fans in der ganzen Welt. Ferrari ist eben ein Mythos, Kult und für den Italiener eine nicht endende Liebe.

Warum dies so ist, wird besonders in diesem Pracht-Bildband "The Ferrari Book – Passion for Design" deutlich. Dafür haben die Kreativen Michel Zumbrunn, Jürgen Lewandowski, Charles Blunier, Michael Köckritz und der teNeues Verlag eindrucksvoll gesorgt.

Maximal empfehlenswert

Peter J. König

Im Fachhandel erhältlich

Onlinebestellung bitte hier klicken: teNeues oder Amazon The Ferrari Book Passion for Design